Downloads Videothek News FAQs Dental-Lexikon Kontakt

Zahnimplantate, künstliche Zahnwurzeln aus Titan

Zahnimplantate werden meist aus hochreinem Titan hergestellt

Hohe Biokompatibilität


Titan geht im Gegensatz zu anderen Materialien eine direkte molekulare Verbindung mit dem Knochen ein. Hierbei spielt die raue Oberflächengestaltung des Titanimplantates eine besondere Rolle. Bei Kontakt mit Sauerstoff bildet sich eine schützende Oxidschicht auf der Titanoberfläche.
Zu technisch reinem Titan Grad 4 sind keine Allergien bekannt.

O 0,45 % max.
FE 0,30 % max.
C 0,10 % max.
N 0,05 % max.
H 0,015 % max.
Titan Rest

 

Titanimplantate kommen an ihre Belastungsgrenzen, wenn ihr Durchmesser reduziert wird. Bei durchmesserreduzierten Implantaten steht weniger Implantatoberfläche

für die Osseointegration zur Verfügung. Dies kann bei nachteiligen Belastungskräften zu Komplikationen führen. Deshalb wurde für Implantate mit verringerter Oberfläche - durchmesserreduzierte Implantate und kürzere Implantate - die neue Titan-Zirkonium-Legierung (TiZr-Legierung) Roxolid entwickelt.

Nahaufnahme eines Zahnimplantats aus Titan

Werkstoff

Titan als Werkstoff

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln. Neben dem Design des Implantates ist das Material einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Implantate wurden seit ihrer Entwicklung aus reinem bzw. hochreinem Titan, das wie körpereigenes Gewebe angenommen wird, hergestellt. Gründe für den Einsatz von Titan als bevorzugtes Material sind dessen spezifische physikalische Eigenschaften: mechanische Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Biokompatibilität. Seit über 40 Jahren liegen fundierte, weltweite Erkenntnisse und Erfahrungen mit Titanimplantaten in der Zahnheilkunde vor. Hochreines Titan ist besonders gewebefreundlich und bildet mit dem Knochen einen sicheren Verbund. Es kommt zu keinen chemischen Reaktionen zwischen Titan und körperlichem Gewebe. Es sind keine allergischen Reaktionen bekannt. Titan ist geschmacksneutral. Die geringe Wärmeleitfähigkeit von Titan bietet Patienten den Vorteil, dass heiße Speisen oder kalte Getränke kein Unbehagen im Bereich des Implantates hervorrufen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Titan wird für Implantate verwendet, weil es mechanisch fest, korrosionsbeständig und gewebefreundlich ist.
  • Titan geht anders als andere Materialien eine unmittelbare Verbindung mit dem Knochen ein.
  • An der Luft bildet sich auf der Oberfläche eine schützende Oxidschicht; gegen technisch reines Titan Grad 4 sind keine Allergien bekannt.
  • Wird der Durchmesser eines Titanimplantats verkleinert, steht weniger Oberfläche für das Einwachsen zur Verfügung.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

Weil Titan drei Eigenschaften vereint: mechanische Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Gewebefreundlichkeit. Es geht eine unmittelbare Verbindung mit dem Kieferknochen ein.
Gegen technisch reines Titan Grad 4, wie es für Implantate verwendet wird, sind keine Allergien bekannt. An der Luft bildet Titan eine schützende Oxidschicht.
Titanimplantate kommen an ihre Belastungsgrenze, wenn der Durchmesser stark verkleinert wird. Zudem steht dann weniger Oberfläche für das Einwachsen in den Knochen zur Verfügung.