Downloads Videothek News FAQs Dental-Lexikon Kontakt

Was kosten Zahnimplantate und Zahnersatz

Die Preise für Zahnimplantate setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen

Kosten

Was eine Implantatbehandlung kostet

In der Regel haben gesetzlich Versicherte keinen Anspruch auf eine Versorgung mit Zahnimplantaten. Seit Anfang des Jahres 2005 beteiligen sich die gesetzlichen Krankenversicherungen jedoch mit Festzuschüssen für eine Implantatbehandlung, die sich an denen einer konventionellen Versorgung orientieren.

Die Behandlung und die damit verbundenen Kosten unterscheiden sich von Patient zu Patient. Aus diesem Grund lassen sich keine allgemein gültigen Angaben für die anfallenden Kosten machen. Sie berechnen sich nach Aufwand und Schwierigkeit der Operation (Implantatinsertion), der Diagnostik, der Anzahl zu setzender Implantate, dem jeweiligen Material aus dem die neuen Zähne gefertigt werden und der hierfür erforderlichen zahntechnischen Leistung. Eventuell notwendige knochenaufbauende Maßnahmen (Augmentation) beeinflussen die Kosten ebenfalls.

Zahnimplantate: Oft rentabler als vermutet.

Wie vergleichende Studien gezeigt haben, sind konventionelle Prothesen langfristig nicht immer die kosteneffizienteste Lösung. So sollen die Kosten einer Einzelzahnversorgung nach ca. 7 Jahren niedriger werden als bei einer konventionellen Brücke. Dies liegt an den langfristig geringeren Erhaltungskosten einer implantatgetragenen Lösung. Wichtiger als die reinen Kosten sind die erhöhte Lebensqualität, der gefühlte Komfort und die Sicherheit, die implantatgetragene Lösungen schenken.

Heil- und Kostenplan mit den aufgeschlüsselten Kosten einer Implantatbehandlung

Vor der Behandlung

Der Heil- und Kostenplan

Ein Heil- und Kostenplan informiert über die geplante Lösung und die für diese zu erwartenden Aufwendungen. In der Regel enthält der individuelle Heil- und Kostenplan einzelne Positionen zu Chirurgie (Einsetzen der Zahnimplantate, Knochenaufbau), Prothetik (Eingliedern der Zähne) und Labor (Aufbau der neuen Zähne in zahntechnischen Labor). Die Kosten für eine implantologische Leistung sind grundsätzlich nicht einfach vergleichbar. Es empfiehlt sich, im Internet publizierte Festpreise/Gesamtpreise und besonders günstige Behandlungsvarianten kritisch zu hinterfragen.

Auch die folgenden, genannten Preise sind nur als ein durchschnittlicher Kostenrahmen zu verstehen, in dem sich eine Implantatbehandlung bewegen kann. Festzuschüsse, individuelle Versicherungsleistungen und Erstattungen sind nicht berücksichtigt, da diese kassenabhängig und vertragsabhängig (gesetzlich versichert, mit Zahnzusatzversicherung bzw. Beihilfe oder Private Krankenversicherung) variieren. Die Kostenaufstellung basiert auf der Verwendung von Markenimplantatsystemen, deren Ergebnisse durch langjährige, wissenschaftliche Studien dokumentiert sind. Die Herstellung der prothetischen Leistung erfolgt in einem deutschen Meisterlabor.

Anhaltspunkte

Kostenübersicht einer Implantatbehandlung

Die Beträge sind Anhaltspunkte aus der Praxis, keine verbindlichen Preise. Was in Ihrem Fall anfällt, steht im Heil- und Kostenplan Ihres Behandlers.

Diagnostik/Planung

Befundaufnahme (je Kiefer, einmalig)
ca. 150,– € bis 350,– €

Die Kosten für ein Orthopantomogramm (OPG) werden von der Krankenkasse übernommen.

3-dimensionale Diagnostik

Computertomographie CT
ca. 150,– € bis 250,– €

Digitale Volumentomographie DVT

Die Digitale Volumentomographie wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Diese Technik wird nur empfohlen, wenn sie in komplexen und nicht eindeutigen Situationen hilft, eine Implantatinsertion besser planbar zu machen und eventuelle Risiken zu vermeiden.

DVT-Aufnahme (Bild und Auswertung)
120,– bis 250,– €

Sie beinhalten die Aufnahme des Bildes (digitale Erfassung) und deren Auswertung.

Schablonenherstellung für die navigierte Implantologie
150,– € bis 250,– €

Chirurgie

Knochenaufbau mit Knochenersatzmaterialien (für das Ersatzmaterial)
ca. 150,– € bis 200,– €
mit Membran
bis zu ca. 400,– €
Honorarleistung beträgt
100,– € bis 300,– €
mit Eigenknochen aus der Mundhöhle
ab 100,– €
bei Entnahme eines Knochenblocks
bis zu 1.000,– €

Augmentation des Kieferhöhlenbodens / Sinuslift

kleiner (interner) Sinuslift (ggf. zzgl. Knochenersatzmaterial siehe oben)
150,– € bis 350,– €
großer (externer) Sinuslift (zzgl. Knochenersatzmaterial zzgl. Membran siehe oben)
350,– € bis 1.250,– €
mit Knochenentnahme aus dem Beckenkamm (zzgl. Narkose)
ca. 400,– €

Implantatinsertion

Setzen des Implantats, je Implantat inklusive Material
650,– € bis 1.500,– €

Verbrauchsmaterialien

Bohrer, Op-Verbrauchsmaterialien
ca. 100,– € bis 300,– €

Prothetik

Kosten der implantologischen Aufbauteile
ca. 100,– € bis 400,– €
Laborkosten / Ausführung des Zahnersatzes (abhängig vom Material) je Krone
ca. 150,– € bis 650,– €

Gesamtkosten

Einzelzahnimplantat Frontzahn
1.400,– € bis 3.000,– €
Einzelzahnimplantat Seitenzahn
1.250,– € bis 2.500,– €
Implantatgetragene Brücke (auf zwei Implantaten)
2.500,– € bis 4.250,– €
Herausnehmbare, implantatgetragene (auf zwei Implantaten) Prothese mit Stegbefestigung
3.500,– € bis 5.000,– €
Herausnehmbare, implantatgetragene (auf vier Implantaten) Prothese mit Stegbefestigung
4.800,– € bis 10.000,– €
Herausnehmbare, implantatgetragene (auf vier Implantaten) Prothese auf Kugelköpfen oder der so genannten Locator-Verbindung
4.800,– € bis 7.000,– €
Festeingegliederte Versorgung auf Implantaten pro Kiefer
ab etwa 10.000,– €

Gesetzliche Krankenkassen zahlen einen Festzuschuss; seine Höhe hängt vom Befund und vom Bonusheft ab. Einzelheiten stehen unter Kostenübernahme.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Implantate nicht vollständig, zahlen aber seit 2005 einen befundbezogenen Festzuschuss.
  • Der Festzuschuss orientiert sich an dem, was eine konventionelle Versorgung kosten würde.
  • Die Kosten unterscheiden sich von Patient zu Patient; allgemein gültige Angaben sind deshalb nicht möglich.
  • Vergleichende Studien deuten darauf hin, dass ein Einzelzahnimplantat nach etwa sieben Jahren günstiger sein kann als eine Brücke.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

Für einen Frontzahn liegen die Kosten meist zwischen 1.400 und 3.000 Euro, für einen Seitenzahn zwischen 1.250 und 2.500 Euro. Maßgeblich ist der Heil- und Kostenplan Ihres Behandlers.
In der Regel nicht vollständig. Gesetzliche Krankenkassen zahlen seit 2005 einen befundbezogenen Festzuschuss, der sich an einer konventionellen Versorgung orientiert. Den Rest trägt der Patient.
Weil die Kosten von der individuellen Situation abhängen: von Aufwand und Schwierigkeit des Eingriffs, der Diagnostik, der Zahl der Implantate und dem geplanten Zahnersatz.
Rechnerisch oft ja. Vergleichende Studien deuten darauf hin, dass eine Einzelzahnversorgung mit Implantat nach etwa sieben Jahren günstiger wird als eine konventionelle Brücke, weil die Erhaltungskosten geringer sind.