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Implantationsverfahren - Einzeitige und Zweizeitige Einheilung

Zwei Philosophien prägen die Implantologie. Man unterscheidet zwischen einer einzeitigen und einer zweizeitigen Einheilung.

Einzeitig oder zweizeitig

Einzeitige Einheilung

Bei der einzeitigen Vorgehensweise heilen Implantate "offen" ein. Das heißt, sie ragen nach dem Setzen während der Einheilung aus der Schleimhaut heraus. Der Implantatkopf liegt über dem Schleimhaut-Niveau. Der Eingriff für die Freilegung des Implantates entfällt.

Wie lange eine Implantation dauert, hängt von der Schwierigkeit des Eingriffes und der Anzahl der Implantate ab. Nach einer Operation sollte ein Patient mehrere Stunden nicht selbst autofahren bzw. aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Am besten lässt man sich abholen oder mit einem Taxi nach Hause bringen.

Zweizeitige Einheilung

die gedeckte Einheilung des Implantates bietet mehr Schutz während des Heilprozesses

Bei der zweizeitigen Vorgehensweise wird das Implantat auf Höhe des freigelegten Knochenniveaus gesetzt. Die Schleimhaut wird über dem Implantatkopf vernäht. Nach der Einheilung wird das Implantat in einem kleinen, zweiten Eingriff freigelegt, um mit der prothetischen Versorgung zu beginnen. Bei Implantationen, die mit Knochen aufbauenden Maßnahmen verbunden sind, bietet die zweizeitige Vorgehensweise Schutz vor äußeren Einflüssen.

 

 

 

 

Eingeheiltes Implantat im Kieferknochen, schematisch

Zwei Wege

Wie ein Implantat einheilt

Um den Knochen optimal für eine Implantation darstellen zu können, legt der Zahnarzt den Knochen frei. Er präpariert einen sogenannten Zahnfleischlappen (Mucoperiost). Bei gutem Knochenangebot können Implantate ohne diese Freilegung / Aufklappung des Zahnfleisches (transgingivale Implantation) gesetzt werden. Mit speziellen Bohrern wird das Implantatbett aufbereitet. Eine Bohrschablone kann helfen, die genaue Bohrrichtung für die optimale Position und Ausrichtung des Implantates zu treffen. Das Implantat wird passgenau in den Kieferknochen gesetzt (Implantatinsertion). Die so genannte Primärstabilität (erste mechanische Stabilität) ist einer der wichtigen Erfolgsfaktoren für die Einheilung (Osseointegration).

Bei den Implantationsverfahren prägen zwei unterschiedliche Philosophien die Einheilung der Implantate. Man unterscheidet beim Setzen der Implantate zwischen einer einzeitigen (offenen) und einer zweizeitigen (geschlossenen / gedeckten) Einheilung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Beim Setzen des Implantats unterscheidet man zwei Wege: die einzeitige und die zweizeitige Einheilung.
  • Einzeitig heißt: das Implantat ragt während der Einheilung aus der Schleimhaut, ein zweiter Eingriff entfällt.
  • Zweizeitig heißt: die Schleimhaut wird über dem Implantat vernäht und später in einem kleinen Eingriff wieder geöffnet.
  • Die Primärstabilität – der feste Sitz unmittelbar nach dem Setzen – ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Einheilung.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

Der Behandler legt den Kieferknochen frei, bereitet mit speziellen Bohrern das Implantatbett auf und setzt das Implantat passgenau ein. Bei gutem Knochenangebot geht das auch ohne Aufklappen des Zahnfleisches.
Einzeitig heilt das Implantat offen ein, sein Kopf ragt aus der Schleimhaut – ein zweiter Eingriff entfällt. Zweizeitig wird die Schleimhaut darüber vernäht und das Implantat später freigelegt.
Nein, mehrere Stunden lang nicht. Lassen Sie sich abholen oder fahren Sie mit dem Taxi nach Hause.