21.07.2026
Implantate trotz Osteoporose-Medikamenten: Leitlinie aktualisiert
Wer wegen Osteoporose oder einer Krebserkrankung Bisphosphonate oder andere knochenabbauhemmende Medikamente einnimmt, hat ein erhöhtes Risiko für eine seltene, aber ernste Komplikation am Kieferknochen. Entsprechend zurückhaltend war man mit Implantaten.
Die überarbeitete S3-Leitlinie unter Federführung von DGI und DGZMK bestätigt die bisherigen Empfehlungen weitgehend und rät zu einer differenzierten Risikoabwägung statt zu einem pauschalen Verzicht.
Entscheidend sind Wirkstoff, Dosis, Dauer der Einnahme und der Grund dafür: Die Situation bei einer Osteoporose-Therapie unterscheidet sich deutlich von der bei einer hochdosierten Tumortherapie.
Wichtig für Betroffene: Bringen Sie eine vollständige Medikamentenliste mit. Und setzen Sie ein Medikament niemals eigenmächtig vor einem Eingriff ab — das ist eine Entscheidung, die nur mit den behandelnden Ärzten gemeinsam getroffen wird.
Quelle: S3-Leitlinie Zahnimplantate bei medikamentöser Behandlung mit Knochenantiresorptiva